Prinzipien der Fairen Moschee

NEUN PRINZIPIEN

 

 

1. Fundiert.

Die Faire Moschee lebt von einer islamischen Perspektive zu Themen des Umweltschutzes, des gerechten Konsums, des sozialen Miteinanders und der Innovation.

Konkret bedeutet das, dass die Aussagen aus dem Koran und der Sunna, den Aussagen des Propheten, herangezogen werden, um Aktivitäten in Richtung Faire Moschee zu begründen und zu starten.

Dabei geht es nicht darum, etwas Neues zu kreieren, sondern klassische islamische Lehren und Werte wiederzubeleben.

2. Ganzheitlich.

Es geht dabei nicht nur um „fair trade“ und faire Siegel, sondern um Gerechtigkeit in allen Bereichen des religiösen Lebens, so zum Beispiel auch im sozialen Miteinander.

Dahinter steckt der Gedanke, dass Gerechtigkeit im Kleinen gelebt werden muss, also in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde usw.,  bevor von einer globalen Gerechtigkeit die Rede sein kann.

3. Verbindlich.

Zur Nachhaltigkeit von Veränderungen gehört auch, dass es einen „Kümmerer“ gibt. Es werden Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten definiert, was verhindern soll, dass die Themen im Alltagsgeschäft untergehen.

Die Faire Moschee möchte von allen getragen werden; wenn sich also innerhalb eines Vereins Interessierte finden, sollten die Ideen und Pläne mit dem Vorstand abgestimmt werden.

4. Nützlich.

Gemäß der prophetischen Aussage „Der Beste unter euch ist derjenige,  der den Menschen am nützlichsten ist“, möchte die Faire Moschee Nutzen stiften statt zu schaden.

Sie möchte aktiv zum Guten verändern statt passiv zu bleiben und sich zu über die Ungerechtigkeit zu beklagen.

5. Innovativ.

Sie geht mutig voran, wenn es darum geht, kreative, neue Lösungen zu finden, wie zu einem nachhaltigen Lebensstil motiviert werden kann.

Und die Faire Moschee möchte dazu anregen, in den Bereichen, in denen Moscheegemeinden bislang noch nicht aktiv waren, in Bewegung zu kommen.

Veränderungen zu bewirken und neue Erfahrungen zu sammeln, die die Moscheegemeinde als Ganzes nach vorne bringen.

6. Wertschätzend.

Sie erkennt an, was ist. Statt zu beklagen, was alles fehlt, richtet sie den Blick auf die Stärken (Was läuft schon alles gut?) und entwickelt davon ausgehend Strategien, wie Schritt für Schritt Entwicklungspotentiale erkannt und umgesetzt werden.

7. Kontinuierlich.

Sie ist keine Eintagsfliege. Laut prophetischer Aussage ist die Devise: lieber kleine Schritte, aber dafür regelmäßig. Die von Allah am meisten geliebten Taten sind die regelmäßigen, selbst wenn sie nur gering sind.“

8.  Öffentlich.

Zu dem Charakter einer „BeWEGung“ gehört, dass die Aktivitäten und Fortschritte im Rahmen der Fairen Moschee allen öffentlich zugänglich gemacht werden und ein Austausch in einem öffentlichen Raum möglich ist.

So können die „Faire Moschee-Pioniere“ nicht nur voneinander lernen, sondern auch sich gegenseitig motivieren. Als öffentliche Plattform dient die Internetseite www.faire-moschee-nrw.de

9. Nachhaltig.

Ziel ist, im Sinne einer „sadaqa dscharijia“, einer fortlaufenden Spende, Spuren zu hinterlassen und keine Ruinen. Es soll etwas entstehen, dass bleibt und das künftigen Generationen nützt statt zu schaden.

Ein Netzwerk, das sich auf Dauer selbst trägt und Expertise rund um den Zusammenhang zwischen Islam und Entwicklung verinnerlicht.